iPad – Erfahrungen, Eindrücke und Bewertung

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ipad von appleSo! Nun habe ich auch die Ehre gleich am Erscheinungstag ein iPad in den Händen zu halten. Unsere Firma hat eines bestellt und ich durfte es beim Händler abholen.
Da ich „erst“ um ca. 14 Uhr vor Ort war, waren natürlich alle freien iPads bereits vergriffen bis auf das für meine Firma.
Da wurden der Verkäufer und  ich doch direkt von zwei Kerlen richtig doof angemacht, warum ich denn jetzt noch eines bekomme und sie nicht.

Schon erstaunlich, daß Menschen wegen so einem „Spielzeug“ gleich so aggressiv werden müssen. Bei Karten fürs WM-Finale hätte ich das ja noch verstanden… Aber egal.
Nun meine Eindrücke.

Das iPad einschalten

Die etwas älteren unter uns mögen den Witz noch kennen, was „AEG“ ausgesprochen heißt. „Ausgepackt, eingeschaltet, geht nicht!“. Daran musste ich als erstes denken, weil ich naives „Micro-Doofchen“ dem Irrglauben verfallen bin, daß dieses Gerät quasi „stand alone“ arbeitet. Denkste! Da geht direkt nach dem Auspacken und Einschalten erst mal gar nix!
Das liebe iPad braucht nämlich für den ersten Start einen Rechner auf dem iTunes installiert ist und an den man das Teil erst mal zwecks Aktivierung anstecken kann.
Nach zwei drei Klicks gehts dann doch mal los, aber überrascht und leicht angenervt war ich da schon erst mal!

Das iPad in der Hand

Also eines muss man Apple schon lassen. Im Produktdesign macht denen keiner was vor. Das Teil sieht schon echt richtig geil aus.
Aber auf der anderen Seite fällt sofort auf, daß es doch ganz schön schwer ist. Ich bin gespannt was die Handgelenke sagen, wenn man das iPad mal richtig lang in der Hand halten muss.
Außerdem fällt bei Benutzung des Geräts gleich ein Kratzen auf. Und zwar das Kratzen vom Ring am Finger, der zwangsläufig und fast permanent auf der Rückseite des iPads am Gehäuse scheuert. Das mag jetzt nicht das mega Kriterium kontra iPad sein, aber es fällt eben nicht positiv auf.

Die iPad-Tastatur

Die virtuelle Tastatur des iPads wie auch das gesamte Display reagiert gut und geschmeidig, auch wenn mir meine Fingerabdrücke nach diesen paar Klicks schon als schmutzig-störend auffallen.
Zudem ist mir leider noch nicht klar, wie man die Tastatur am idealsten handhabt. Tippe ich nur mit einem Finger? Lege ich es vor mir auf den Tisch und nutze alle zehn Finger, oder schreibe ich mit beiden Daumen?
Mit beiden Daumen geht zwar, aber auch nur, weil ich verdammt lange Griffel habe. Was macht da  z.B. eine Frau mit kleinen Händen?
Unterstellen wir hier einfach mal ganz böse, daß die Frauen klug genug sind nicht blind dem iPad-Rausch zu verfallen.
Beweise gefällig? Dann schaut mal folgendes Video vom Verkaufsstart in München an. Da seh ich, bis auf die Damen vom Apple-Store selbst, nur Männer wie die Lemminge anstehen und gröhlen.
[http://www.youtube.com/watch?v=sSuMfmLht2Q]
Für das 10-Finger-System wurde das Teil  aber sicher auch nicht erdacht und mit einem Finger ist es doch glaube ich recht mühsam eine längere Email zu tippen.
Also hier warte ich noch auf die richtige Eingebung.

Erstes Fazit

Also alles in allem macht es momentan den Eindruck, als wäre das iPad ein weiteres Spielzeug, ohne welches unsere Welt auch noch sehr lange weiter existieren könnte. Warum es mein leben erleichtern oder bereichern soll leuchtet mir heute (noch) nicht ein.
(Kleine Anmerkung am Rande: Ich liege gerade sehr gemütlich mit meinem Laptop auf der Couch und tippe diese Zeilen.)
Das iPad mag im Beratungsgespräch sicher recht nett wirken, wenn der Herr Versicherungsvertreter oder irgend ein anderer Berater das iPad aus der Tasche zieht und dem potentiellen Kunden darauf irgendwelche Fakten oder Charts präsentiert. Aber für Otto-Normal-Anwender reicht der gute alte PC, das Notebook oder wenn es auch handlicher sein soll ein Netbook genauso aus, wovon man übrigens für den Preis eines iPads locker zwei Stück bekommt.
Viele werfen ja ins Rennen, daß das iPad auch ein guter Ebook-Reader werden könnte. Auch das wäre aber erst noch zu beweisen, weil schon fraglich ist ob langes und ausgiebiges Lesen auf dem arg spiegelndem Display wirklich ein Vergnügen für die Augen ist. Ich glaube es eher nicht.
Aber es werden sich sicher genug Apple-Jünger finden, die mir hier energisch widersprechen werden. Schließlich ist das Teil ja von Apple und daher grundsätzlich und ohne Prüfung perfekt, einzigartig und eine Revolution 😉

Achja. Kopfschütteln verursacht natürlich auch noch die Tatsache, daß man für die UMTS-Variante des iPads eine spezielle Micro-Sim Karte mit eigenem iPad-Tarif braucht.
Das haben die Herren aus der multimedialen „Unterhaltungsindustrie“ doch wieder ganz schlau angestellt. Denn damit ist es nicht möglich, daß der Inhaber einfach bei Bedarf seine gute alte Handy-Sim reinsteckt, wo meist eh schon ein UMTS-Tarif drauf gebucht ist. Nein, er muss nochmals einen eigenen iPad-Tarif buchen, wie z.B. hier die iPad-Tarife von Vodafone.
Da gehts dann bei knapp 15 Euro los, was für einen Privatmann schon ganz schön happig ist.
So freuen sich die Netzbetreiber und auch die Sim-Karten-Hersteller auch ein wenig über das iPad.

Ich will das Gerät jetzt echt keinem mies reden, denn technisch betrachtet ist es sicher absolut Top! Aber momentan kann ich nicht erkennen wo die angekündigte Revolution steckt?
Ich kann mir wie bereits angesprochen vorstellen, daß es im Business-Bereich zu repräsentativen Zwecken seinen berechtigten Platz finden wird, aber wie es mein privates Leben erobern will bleibt aktuell fraglich.
Gerne lasse ich mich aber eines Besseren belehren und werde zu gegebener Zeit auch wieder einen Artikel verfassen, um eventuelle Veränderungen meiner Ansichten zu dokumentieren.

Und wie immer bitte nicht alles zu ernst nehmen! A bissal Provokation muss sein :-)

Discussion75 Kommentare

  1. Na da spricht mir einer aus der Seele, aber Zeug verkaufen was keiner braucht kann Apple ja sehr gut, die würden sogar den Reifen neu erfinden, eckig machen und selbst dann würde er für 300€ Aufpreis über die Theke gehen. ALs Feature könnte würde dann angepriesen werden das er nicht wegrollen kann :)

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